Eva Maria BonkeDie 14-jährige Leonie raucht, trinkt, schaut gern Horrorfilme und trägt am liebsten Schwarz. So eckt sie in der Gesellschaft mehr als nur einmal an und ist bald als Satanistin verschrien. Sie flüchtet sich mit Freunden in grausame Rollenspiele. Szenekonflikte unter Jugendgruppierungen wie den »Gangstern« und den »Grufties« sowie immer häufigere Mobbingattacken in der Schule drängen das Mädchen in ein misanthropisches Verhalten.
Leonie muss erkennen, dass sie selbst im Schrank der Gesellschaft eine Schublade bekommen hat und kämpft mit Gedichten und morbiden Kurzgeschichten gegen ihre Wut über das Jungsein in der heutigen Moderne an.
»Ich sehe Schwarz«: Ein ironisch-ernster Roman über eine Jugendgeneration, in der es alles andere als einfach ist, man selbst zu sein.
Eva Maria Bonke zeigt das Reifen eines Mädchens, angelehnt an die Metamorphose eines Schmetterlings und vermittelt in ihrem Werk Verständnis für das Anderssein.
Unangepasstheit und Wegfindung mögen schmerzhafte Prozesse sein. Dennoch sind sie manchmal notwendig.
Am Ende geht Leonie als gereifte Persönlichkeit aus diesem Lebensabschnitt hervor und mag mit ihrer positiven Entwicklung besorgten Eltern, Lehrern und vor allem Jugendlichen Hoffnung geben, da man nur dann etwas authentisch schildern kann, wenn man es selbst erlebt hat.
ISBN:978-3-941930-05-6, Paperback, 314 Seiten, 14,8x21 cm
Erschienen: 15. März 2010